Da war ich also dann im Fürstentum gelandet, einem der letzten in Europa, in denen noch "Fürst und Volk" regieren. In der Vergangenheit hat sich der Fürst Hans Adam II. vor allem immer wieder damit zu Wort gemeldet, seinen Fürstensitz zu verlassen und sich schmollend ins ferne Wien zurückzuziehen, wenn seine Fürstenkinder ihm nicht folgen. Zwischenzeitlich sind sie ihm gefolgt und er hat sich aufs Altenteil zurückgezogen. Dafür darf jetzt sein Sohn Erbprinz Alois die Geschäfte führen.
Aber kommen wir zu den reichhaltigen Details.
Vier Stunden waren es, die Fahrt meist durch strömenden Regen und natürlich auf einer verstopften Autobahn. Aber irgendwann wurde ich dann am Grenzübergang Schaan einfach durchgewunken. Man könnte fast schon sagen, die lassen jeden rein, aber dem ist wohl eher nicht so. Offene Grenzen in Europa.
Jedenfalls wurde ich natürlich begrüsst, auf einem der netten Parkplätze mitten in Vaduz, einem Ort, der sich nicht Hauptstadt sondern Hauptort nennt. Despiktierlich könnte man anmerken, dass dies der Größe wohl auch angemessener wäre, aber immerhin hat Liechtenstein einen eigenen Bischof. Und man kann wirklich in der Fussgängerzone, dem Städli, herrlich bummeln und lecker essen. Denn nachdem wir beiden dies noch nicht wirklich getan hatten, war es dann soweit mit dem Blick ins Danieleins goldene Augen.
Dann noch eine kurze Fahrt durchs Ländle und Schwups waren wir in einem der schönen Häuse, die da überall rumstehen.
Und dann der Morgen, ein Ausblick sondersgleichen. Einmal über den Rhein geschaut, da war schon die Schweiz. Die Wolken hangen tief, das Wetter etwas trüb. Aber man kann sich der Faszination nicht erwehren.
Subscribe to:
Post Comments (Atom)
No comments:
Post a Comment