Sunday, September 14, 2008

Auf nach Ghana

Frei nach Hape Kerkeling mache ich mich auf zu meinem jährlichen Entdeckungstripp rund um den Globus. Zum zweiten Mal geht es nach Ghana.
Ich habe mir fest vorgenommen, den Bericht diesmal auch zu veröffentlichen, nachdem die letzten Reiseberichte ja noch ausstehen - bislang hat es mit dem Eintippen der handschriftlichen Aufzeichnungen zeitlich einfach nicht geklappt.

Wer sich genauer informieren will, wo ich bin, schaut einfach bei GoogleMaps nach. Und so um ein wenig Neid zu schüren, sei auch noch auf das Wetter hingewiesen.


Ökobilanz:
Für die 5.885 km lange Strecke von München nach Accra via Amtserdam habe ich 0,608 t CO2-Belastung produziert und das gleiche noch einmal retour. Die Kompensation hierfür würde 26 € betragen.

Reiseknigge
Und natürlich habe ich mir vorher die ultimativen Reiseknigge durchgearbeitet. Da dürfte eigentlich wirklich nichts mehr schiefgehen.

Thursday, August 21, 2008

Bern und wieder retour

Manchmal tut ein Tag Auszeit richtig gut und deshalb war mal wieder ein Tagesausflug geplant. Was liegt da näher als Bern, stimmt ... einiges oder auch gar nichts. Eben Ansichtssache.

In Bern eingeschwebt kommt beim Anblick der Gipfel der Alpen schon Urlaubsstimmung auf und eigentlich sollte ich doch länger hier bleiben. Wer weiss, was noch so kommt. Der Flughafen ist richtig schnuckelig und eigentlich schon einmalig: zwar ein richtiges Terminal, aber eigentlich doch eher ein grösserer Kiosk mit angeschlossener Landepiste. Als ich den Grenzbeamten bat, doch bitte die Einreise auch abzustempeln - wer glaubt mir den sonst schon, dass ich hier war - werde ich natürlich gründlich kontrolliert und ein Check im Computer muss da schon sein. Aber: Ich bin bislang auch in der Schweiz nicht unangenehm aufgefallen und so kam das freundliche "Gruezi".
Irgendwie ist es schon phantastisch, denn das im Bus jeder einzelne Fahrgast begrüsst und auch wieder verabschiedet wird, habe ich noch nirgends in der Welt erlebt. Und in Deutschland wäre der Fahrer auch schon grandig geworden, wenn ich ihm so viele Fragen gestellt hätte und er mir aussuchen hätte dürfen, wie ich nun nach Bern reinfahre.
Und schon gings ab in das alpenländische Urlaubsparadies. Kleine idyllische Orte gingen vorüber und irgendwann kam ich doch in Rüdingen am Bahnhof an und die S-Bahn ist echt eine Schau. Weiche Polster auch in der Holzklasse und die Leute schauen auch deutlich freundlicher. Am Wetter konnte es nicht liegen, dass war wie in München ebenso bewölkt.


Was soll man sagen: Bern ist anders und wenn man eher an München gewöhnt ist, kommt einem die niedliche kleine Stadt wie eine Kleinstadt vor. Dabei gibs doch hier eine ganze Bundesregierung, aber selbst das beschauliche Bonn war mehr Regierung als das beschauliche Bern. Was am Flughafen begann, spiegelt sich in der Stadt wieder. Aber dennoch hat gerade die Altstadt hier traditionelles Anglitz behalten. Und wenn es nicht dran stehen würde, würde man es kaum merken, dass hier das Herz einer Nation tickt.
Und Bern hat noch etwas anderes: Es war der erste Tag mit einem Abend, an dem ich entweder die Zeit hatte oder das Wetter entsprechend war, um gemütlich im Freien zu sitzen, zu ratschen und ein leckeres Pils zu trinken. Wenn es das nicht wert war.

Also: Fahrt alle nach Bern. Vielleicht sieht man sich.

hier gehts zum Photoalbum Bern - Bundestadt mit Reiz

Friday, August 03, 2007

Ich bin dann mal weg ...

Mal wieder unterwegs und diesmal gehts nach
D a m a s k u s

und wenn ich zurück bin, sollte ich eigentlich ganz passable Sprachkenntnisse im Arabischen haben und ganz ganz viele Eindrücke aus diesem uralten historischen Land mitgebracht haben.

Auf dem Rückweg gibs einen kurzen Abstecher nach
I s t a n b u l

Sunday, August 20, 2006

Liechtensteins Fürstenlaunen

Da war ich also dann im Fürstentum gelandet, einem der letzten in Europa, in denen noch "Fürst und Volk" regieren. In der Vergangenheit hat sich der Fürst Hans Adam II. vor allem immer wieder damit zu Wort gemeldet, seinen Fürstensitz zu verlassen und sich schmollend ins ferne Wien zurückzuziehen, wenn seine Fürstenkinder ihm nicht folgen. Zwischenzeitlich sind sie ihm gefolgt und er hat sich aufs Altenteil zurückgezogen. Dafür darf jetzt sein Sohn Erbprinz Alois die Geschäfte führen.

Aber kommen wir zu den reichhaltigen Details.
Vier Stunden waren es, die Fahrt meist durch strömenden Regen und natürlich auf einer verstopften Autobahn. Aber irgendwann wurde ich dann am Grenzübergang Schaan einfach durchgewunken. Man könnte fast schon sagen, die lassen jeden rein, aber dem ist wohl eher nicht so. Offene Grenzen in Europa.
Jedenfalls wurde ich natürlich begrüsst, auf einem der netten Parkplätze mitten in Vaduz, einem Ort, der sich nicht Hauptstadt sondern Hauptort nennt. Despiktierlich könnte man anmerken, dass dies der Größe wohl auch angemessener wäre, aber immerhin hat Liechtenstein einen eigenen Bischof. Und man kann wirklich in der Fussgängerzone, dem Städli, herrlich bummeln und lecker essen. Denn nachdem wir beiden dies noch nicht wirklich getan hatten, war es dann soweit mit dem Blick ins Danieleins goldene Augen.
Dann noch eine kurze Fahrt durchs Ländle und Schwups waren wir in einem der schönen Häuse, die da überall rumstehen.

Und dann der Morgen, ein Ausblick sondersgleichen. Einmal über den Rhein geschaut, da war schon die Schweiz. Die Wolken hangen tief, das Wetter etwas trüb. Aber man kann sich der Faszination nicht erwehren.
Hier geht´s zu den Bildern

Friday, August 11, 2006

Ich bin dann mal weg ...

... und mach ein wenig das Fürstentum Liechtenstein unsicher


und bette mein Haupt in Triesen

Tuesday, February 28, 2006

Dubai oder do buy?


Und schon sind wir am Ende dieses zwei wöchigen Trips angelangt. Nicht ganz, den der Montag ist ja schließlich noch für Dubai - oder „do buy“ - reserviert. Also Sachen gepackt (irgendwie sind es doch mehr als ich mitgenommen habe), zum Flughafen gefahren, eingecheckt und den Service der freundlichen Stewards und Stewardessen von South African Airways und Emirates genossen. Als ich in Cape Town zum Flughafen gefahren bin, hab ich mich das erste Mal gefragt, warum ich eigentlich überhaupt wieder fliege!!!

Nun sagte mir die freundliche Dame vom Check In in Cape Town, ich hätte 10 Kilogramm zu viel Gepäck. Zwar nicht so genau, aber so ungefähr habe ich dies schon gewußt ... war ja auch hinzu schon zu viel. Da war dann also wieder der süsseste Dackelblick fällig, den ich aufsetzen konnte und die Frage: „Können wir da was machen?“ Können wir natürlich, die Miles&More-Karte von Lufthansa und die Skyward-Karte von Emirates zeigen doch hier ihre Wirkung und bekannt nur ausnahmesweise die spezielle Erlaubnis, 10 Kilogramm mehr Gepäck einzuchecken als erlaubt. Danke, South African!!!

Irgendwie macht fliegen mit South African richtig Spaß. Der Sitznachbar reist einen Witz nach dem anderen, die Crew hat immer ein Lächeln auf den Lippen und kommt damit jeder anderen Crew auf dieser Welt deutlich zuvor (so natürlich) und was zu trinken gibt es auch noch. Irgendwie schien ich habe von den vorherigen Nächten ziemlich geschafft zu sein und schlief rasch ein. Allerdings einen netten Plausch mit dem freundlichen wie gutaussehenden Nachbarn (der etwas vorlaute saß noch einen Sitz weiter) kam doch noch zu Stande. Wir hätten sollen die Nummern tauschen ...

In Johannesburg angekommen merkt man dann, wo die Prioritäten liegen. Das Domestic Terminal war richtig groß und modern. Das International Termin dafür ziemlich klein und eng. Aber ich spürte zum letzten Mal „That´s Africa!“. Diesmal war Emirates aber ausgebucht und ich habe durchgeschlafen. Zu müde für irgendwas anderes.

Früh um 5 Uhr waren wir dann in Dubai gelandet. Nun wird sich jeder Fragen: Was macht man um 5 Uhr in der Früh in Dubai. Ich auch! Aber erst mal mußte ich die Formalitäten hinter mich bringen: Einreise, Zoll und so weiter. Während mein sonstiges Gepäck tief in den Katakomben von Dubai International auf meine Nachmittagsmaschine schlummerte, mussten Trumb und Computer irgendwie untergebracht werden. Zunächst Geld gezapft, aber keines kam und ich war dann doch ganz froh, in Deutschland vor dem Abflug nochmal ein paar bare Euros gezapft zu haben, denn die Creditkartenfirma schien irgendwie das Limit ohne mein Wissen reduziert zu haben (nachdem ich mich beschwert hatte, war die Sache dann auch geklärt und so bin ich für sämtlichen nächsten Trips um die Welt gut gerüstet).

Als ich den normalen Bus nahm, staunten die Berufstätigen dann irgendwie wohl nicht schlecht. Normalerweise sind sie wohl gewohnt, eher weniger mir irgendwelchen Europäern früh morgens (oder auch generell) im Bus zu sitzen. Allerdings find ich es ganz spannend, nicht als normaler Tourist durch die Gegend zu gondeln, sondern doch ganz schön wie die Einheimischen auch. Und wo wollte ich nun eigentlich hin, denn die Frage konnte ich im Vorfeld nicht wirklich beantworten - einfach mal schauen in sechs Stunden. Die freundliche Pakistani am Flughafen half mir dann auch uns gings nach Deira. Hier ist der Gold Souq ebenso wie der Fischmarkt.

Wer nun denkt, Dubai ist der Traum aus Tausend und einer Nacht der täuscht sich ziemlich gewaltig. Dubai entspricht dann doch eher dem Klischee (im positivsten Sinne) einer arabischen Händlerstadt: überall kleine Läden, mal ein Markt dazwischen, enge Gassen und Moscheen. Als ich um 6.30 Uhr in Deira angekommen war, hat die Stadt auch noch geschlafen und das Einzigste, wo Leben herrschte, war der Fisch- und Obstmarkt. Einmal schnell drüber gelaufen und hätte ich noch Platz im Gepäck gehabt, so wäre ich doch an den Daddelständen nur schwer vorbeigekommen. Und so führte mich mein Spaziergang durch eine langsam erwachende Stadt, die hier ganzes Händlerleben bis 10 Uhr ausbreitet. Natürlich gibt es auch hier McDonalds (natürlich mit arabisch abgestimmtem Angebot), aber viel interessanter ist dann doch, in einer der vielen kleinen Garküchen einzukehren und die Köstlichkeiten Arabiens zu testen. Nur zu testen, denn für ein wirklich obulentes Mahl war es doch noch zu früh und dies muss deshalb auf das nächste Mal verschoben werden.

Und dann zeigte sich auch mal wieder, das Reiseführer dann doch nicht so ganz der Wahrheit entsprechen. Das Al Gurair-Center wir als Megamall angekündigt und in Wirklichkeit war sie zwar schick, würde aber in jedes Wohngebiet in Deutschland passen. Nicht groß, aber eine angenehme Auswahl an Ware. Und irgendwann brauche ich mal so einen schicken weißen luftigen Umhang, wie ihn de Duabais tragen.

Irgendwie war die Zeit dann ziemlich schnell wieder vorbei und es ging zurück zum Flughafen. Und da zeigte sich dann wieder, das Dubai doch eine weltoffene Gemeinde ist. Frauen sind wie selbstverständlich überall präsent. Als Grenzkontrolleure oder sonstwo am Airport, und dies nicht nur unter den Gastarbeitern. Und von Uniformzwang kann auch keine Rede sein, denn die Border Police trägt zwar auch Uniform, aber auch mal ganz zwanglos einen Umhang oder manche Frauen Schleier. Das müsste man mal in Deutschland erleben!

Einen kleinen Zwischenfall gab es dann leider doch noch, denn als ich mein Gepäck wieder haben wollte, wollte die Dame nochmals Geld sehen. Ein kleiner Disput half die Sache rasch zu klären, da hatte wohl am Morgen jemand anderes nicht ganz richtig aufgepaßt.

Übrigens: Das Dubai ziemlich fortschrittlich ist, zeigte sich mir wieder einmal bei der Ausreise. Etwas erstaunt schaute ich, als ein paar Leute wie durch eine Schranke gingen und einfach eine Magnetkarte hinhielten - und so schnell die Grenzkontrolle hinter sich ließen. Meine natürliche Neugierde musste in diesem Moment befriedigt werden und „meine“ Grenzbeamtin musste mir also die Frage beantworten, was da vor sich ging. Tat sich natürlich gerne. Reist jemand öfter in Dubai ein, kann er sich eine Karte ausstellen lassen, wo die Visadaten gespeichert sind und so rasch und einfach die Grenzkontrolle passieren. Ob dies auch mal in Deutschland kommt?

Und dann stand der Flieger bereit: „Mr. Matzak, you are upgradet in the Business Class.“ So macht fliegen noch mehr Spaß und geschafft wie ich war, konnte ich den Schlafsessel doch ganz gut gebrauchen.

Wenn es noch interessiert: alle Flugzeuge sind diesmal ohne Beanstandung geflogen, keines hat gebrannt. Nur der Bus von Windhoek nach Swakopmund (20 Kilometer von Swakopmund) hatte ein paar Problemchen, die jedoch dank eines schnell aus Swakopmund herbeigerufenen Mechanikers behoben werden konnten. Und von Windhoek nach Cape Town fiel „leider“ das Entertainmentprogramm aus. Wer nachvollziehen kann, wie oft ich dies auf Flügen nutze, kann sich vorstellen, dass sich meine Enttäuschung in Grenzen hielt.

Sunday, February 26, 2006

Mal ehrlich ...

Wer mal bei Whimpy´s essen gehen will, wird neben einem durchaus leckeren Bürger mit Pilzen noch etwas anderes finden. In gewisser Weise ist hier nämlich die Zeit der Apartheid stehen geblieben und dies wird bereits bei der Kleidung deutlich. Der Geschäftsführer ist in zivil, die leitenden Mitarbeiterinnen tragen lediglich ein Hemd, während die schwarzen Kellnerinnen und Küchendamen alle noch Mützen tragen dürfen.

Nun heißt das nicht, dass die weißen Mitarbeiterinnen wirklich besser gestellt sind. Aber erstens lebt die Apartheid doch hier insofern weiter, dass nicht die schwarzen Mitarbeiterinnen mal den weißen sagen dürfen, wo es lang geht. Und zweitens macht sich die auch noch in der Kleidung mehr als deutlich. Wer kommt da nicht auf die Idee, dass in einem Land mit dem Motto „Better live for all“ doch noch an gewissen Punkten die alten Zeiten erhalten geblieben sind.

Und bevor sich hier irgendwo jemand zu früh aufregt, kommt einfach mal an einen Entry Counter. Wenn er ein besonderes Glück hat, wird er von einem schwarzen Beamten als Weißer ganz besonders tiefgründig angeblickt. Genauso wenig wie Whimpy´s ist jedoch auch die repräsentativ für das heute Südafrika mit einem schwarzen Präsidenten und zwei Frauen als Speaker der Parlamentskammern.