Showing posts with label Südafrika. Show all posts
Showing posts with label Südafrika. Show all posts

Tuesday, February 28, 2006

Dubai oder do buy?


Und schon sind wir am Ende dieses zwei wöchigen Trips angelangt. Nicht ganz, den der Montag ist ja schließlich noch für Dubai - oder „do buy“ - reserviert. Also Sachen gepackt (irgendwie sind es doch mehr als ich mitgenommen habe), zum Flughafen gefahren, eingecheckt und den Service der freundlichen Stewards und Stewardessen von South African Airways und Emirates genossen. Als ich in Cape Town zum Flughafen gefahren bin, hab ich mich das erste Mal gefragt, warum ich eigentlich überhaupt wieder fliege!!!

Nun sagte mir die freundliche Dame vom Check In in Cape Town, ich hätte 10 Kilogramm zu viel Gepäck. Zwar nicht so genau, aber so ungefähr habe ich dies schon gewußt ... war ja auch hinzu schon zu viel. Da war dann also wieder der süsseste Dackelblick fällig, den ich aufsetzen konnte und die Frage: „Können wir da was machen?“ Können wir natürlich, die Miles&More-Karte von Lufthansa und die Skyward-Karte von Emirates zeigen doch hier ihre Wirkung und bekannt nur ausnahmesweise die spezielle Erlaubnis, 10 Kilogramm mehr Gepäck einzuchecken als erlaubt. Danke, South African!!!

Irgendwie macht fliegen mit South African richtig Spaß. Der Sitznachbar reist einen Witz nach dem anderen, die Crew hat immer ein Lächeln auf den Lippen und kommt damit jeder anderen Crew auf dieser Welt deutlich zuvor (so natürlich) und was zu trinken gibt es auch noch. Irgendwie schien ich habe von den vorherigen Nächten ziemlich geschafft zu sein und schlief rasch ein. Allerdings einen netten Plausch mit dem freundlichen wie gutaussehenden Nachbarn (der etwas vorlaute saß noch einen Sitz weiter) kam doch noch zu Stande. Wir hätten sollen die Nummern tauschen ...

In Johannesburg angekommen merkt man dann, wo die Prioritäten liegen. Das Domestic Terminal war richtig groß und modern. Das International Termin dafür ziemlich klein und eng. Aber ich spürte zum letzten Mal „That´s Africa!“. Diesmal war Emirates aber ausgebucht und ich habe durchgeschlafen. Zu müde für irgendwas anderes.

Früh um 5 Uhr waren wir dann in Dubai gelandet. Nun wird sich jeder Fragen: Was macht man um 5 Uhr in der Früh in Dubai. Ich auch! Aber erst mal mußte ich die Formalitäten hinter mich bringen: Einreise, Zoll und so weiter. Während mein sonstiges Gepäck tief in den Katakomben von Dubai International auf meine Nachmittagsmaschine schlummerte, mussten Trumb und Computer irgendwie untergebracht werden. Zunächst Geld gezapft, aber keines kam und ich war dann doch ganz froh, in Deutschland vor dem Abflug nochmal ein paar bare Euros gezapft zu haben, denn die Creditkartenfirma schien irgendwie das Limit ohne mein Wissen reduziert zu haben (nachdem ich mich beschwert hatte, war die Sache dann auch geklärt und so bin ich für sämtlichen nächsten Trips um die Welt gut gerüstet).

Als ich den normalen Bus nahm, staunten die Berufstätigen dann irgendwie wohl nicht schlecht. Normalerweise sind sie wohl gewohnt, eher weniger mir irgendwelchen Europäern früh morgens (oder auch generell) im Bus zu sitzen. Allerdings find ich es ganz spannend, nicht als normaler Tourist durch die Gegend zu gondeln, sondern doch ganz schön wie die Einheimischen auch. Und wo wollte ich nun eigentlich hin, denn die Frage konnte ich im Vorfeld nicht wirklich beantworten - einfach mal schauen in sechs Stunden. Die freundliche Pakistani am Flughafen half mir dann auch uns gings nach Deira. Hier ist der Gold Souq ebenso wie der Fischmarkt.

Wer nun denkt, Dubai ist der Traum aus Tausend und einer Nacht der täuscht sich ziemlich gewaltig. Dubai entspricht dann doch eher dem Klischee (im positivsten Sinne) einer arabischen Händlerstadt: überall kleine Läden, mal ein Markt dazwischen, enge Gassen und Moscheen. Als ich um 6.30 Uhr in Deira angekommen war, hat die Stadt auch noch geschlafen und das Einzigste, wo Leben herrschte, war der Fisch- und Obstmarkt. Einmal schnell drüber gelaufen und hätte ich noch Platz im Gepäck gehabt, so wäre ich doch an den Daddelständen nur schwer vorbeigekommen. Und so führte mich mein Spaziergang durch eine langsam erwachende Stadt, die hier ganzes Händlerleben bis 10 Uhr ausbreitet. Natürlich gibt es auch hier McDonalds (natürlich mit arabisch abgestimmtem Angebot), aber viel interessanter ist dann doch, in einer der vielen kleinen Garküchen einzukehren und die Köstlichkeiten Arabiens zu testen. Nur zu testen, denn für ein wirklich obulentes Mahl war es doch noch zu früh und dies muss deshalb auf das nächste Mal verschoben werden.

Und dann zeigte sich auch mal wieder, das Reiseführer dann doch nicht so ganz der Wahrheit entsprechen. Das Al Gurair-Center wir als Megamall angekündigt und in Wirklichkeit war sie zwar schick, würde aber in jedes Wohngebiet in Deutschland passen. Nicht groß, aber eine angenehme Auswahl an Ware. Und irgendwann brauche ich mal so einen schicken weißen luftigen Umhang, wie ihn de Duabais tragen.

Irgendwie war die Zeit dann ziemlich schnell wieder vorbei und es ging zurück zum Flughafen. Und da zeigte sich dann wieder, das Dubai doch eine weltoffene Gemeinde ist. Frauen sind wie selbstverständlich überall präsent. Als Grenzkontrolleure oder sonstwo am Airport, und dies nicht nur unter den Gastarbeitern. Und von Uniformzwang kann auch keine Rede sein, denn die Border Police trägt zwar auch Uniform, aber auch mal ganz zwanglos einen Umhang oder manche Frauen Schleier. Das müsste man mal in Deutschland erleben!

Einen kleinen Zwischenfall gab es dann leider doch noch, denn als ich mein Gepäck wieder haben wollte, wollte die Dame nochmals Geld sehen. Ein kleiner Disput half die Sache rasch zu klären, da hatte wohl am Morgen jemand anderes nicht ganz richtig aufgepaßt.

Übrigens: Das Dubai ziemlich fortschrittlich ist, zeigte sich mir wieder einmal bei der Ausreise. Etwas erstaunt schaute ich, als ein paar Leute wie durch eine Schranke gingen und einfach eine Magnetkarte hinhielten - und so schnell die Grenzkontrolle hinter sich ließen. Meine natürliche Neugierde musste in diesem Moment befriedigt werden und „meine“ Grenzbeamtin musste mir also die Frage beantworten, was da vor sich ging. Tat sich natürlich gerne. Reist jemand öfter in Dubai ein, kann er sich eine Karte ausstellen lassen, wo die Visadaten gespeichert sind und so rasch und einfach die Grenzkontrolle passieren. Ob dies auch mal in Deutschland kommt?

Und dann stand der Flieger bereit: „Mr. Matzak, you are upgradet in the Business Class.“ So macht fliegen noch mehr Spaß und geschafft wie ich war, konnte ich den Schlafsessel doch ganz gut gebrauchen.

Wenn es noch interessiert: alle Flugzeuge sind diesmal ohne Beanstandung geflogen, keines hat gebrannt. Nur der Bus von Windhoek nach Swakopmund (20 Kilometer von Swakopmund) hatte ein paar Problemchen, die jedoch dank eines schnell aus Swakopmund herbeigerufenen Mechanikers behoben werden konnten. Und von Windhoek nach Cape Town fiel „leider“ das Entertainmentprogramm aus. Wer nachvollziehen kann, wie oft ich dies auf Flügen nutze, kann sich vorstellen, dass sich meine Enttäuschung in Grenzen hielt.

Sunday, February 26, 2006

Mal ehrlich ...

Wer mal bei Whimpy´s essen gehen will, wird neben einem durchaus leckeren Bürger mit Pilzen noch etwas anderes finden. In gewisser Weise ist hier nämlich die Zeit der Apartheid stehen geblieben und dies wird bereits bei der Kleidung deutlich. Der Geschäftsführer ist in zivil, die leitenden Mitarbeiterinnen tragen lediglich ein Hemd, während die schwarzen Kellnerinnen und Küchendamen alle noch Mützen tragen dürfen.

Nun heißt das nicht, dass die weißen Mitarbeiterinnen wirklich besser gestellt sind. Aber erstens lebt die Apartheid doch hier insofern weiter, dass nicht die schwarzen Mitarbeiterinnen mal den weißen sagen dürfen, wo es lang geht. Und zweitens macht sich die auch noch in der Kleidung mehr als deutlich. Wer kommt da nicht auf die Idee, dass in einem Land mit dem Motto „Better live for all“ doch noch an gewissen Punkten die alten Zeiten erhalten geblieben sind.

Und bevor sich hier irgendwo jemand zu früh aufregt, kommt einfach mal an einen Entry Counter. Wenn er ein besonderes Glück hat, wird er von einem schwarzen Beamten als Weißer ganz besonders tiefgründig angeblickt. Genauso wenig wie Whimpy´s ist jedoch auch die repräsentativ für das heute Südafrika mit einem schwarzen Präsidenten und zwei Frauen als Speaker der Parlamentskammern.

Thursday, February 23, 2006

Mein Table Mountain

Am nächsten Tag stand dann der Aufstieg zum Tafelberg an. Für jeden Cape Town-Besucher eigentlich ein muss und da ich ja das letzte Mal nicht nur zum Vergnügen hier war, mußte dies unbedingt nachgeholt werden. Es gibt zahlreiche Wege, um auf den Hausberg der Capetowniens zu bezwingen. Der einfachste ist die Cable Car (wenn Strom vorhanden ist). Wer mich kennt, kann sich natürlich denken, dass ich den schwierigsten Aufstieg ausgesucht hatte. Am Anfang lief die Sache auch ganz gut. Flotten Schrittes bin ich losgegangen und Sascha „Blanche“ schnurstracks hinterher. Man lernt bei so einem Aufstieg eine ganze Menge netter Leute kennen, sagt „Hallo“ und geht weiter. Bei der nächsten Pause kommen die Gruppen dann hinterher und wünschen einem selber wieder alles Gute. Bis das Plateau erreicht ist, sieht man so eigentlich immer die selben Leute und irgendwie gibt dies doch ein Gefühl von Sicherheit. Geübte Capetowniens schwirren dann schon einmal singend an einem vorbei und bevor ich selber den Berg erklommen hatte, kam der Mann mittleren Alters bereits zurück, als wäre nichts gewesen - während dessen ich noch nicht mal das Plateau erreicht hatte und schon ziemlich am Ende meiner Kräfte war. Irgendwie scheint es wohl hier ein Sport zu sein, den Table Mountain zu erklimmen.

Also ging es weiter, der Schritt war schon nicht mehr ganz so stramm wie am Anfang und zwischendurch war mir doch einfach die Luft weggeblieben. Die Sonne stand auch zwischenzeitlich immer höher und sagte mir unnachgiebig, dass sie eine unheimliche Strahlkraft besitzt und ich immer fortlaufend was trinken soll. Gesagt getan und die Zeit zwischen den Rasten wurde immer kürzer.

Aber irgendwann hatten wir dann doch geschafft, was wir uns vorgenommen hatten und standen auf dem Plateau. Die wunderbare Aussicht bis zum Cape Point belohnte das die Qualen des Aufstieges und irgendwie konnte ich wieder mal sagen: „Geschafft!!!“.

Und da ich ein Sonntagskind (fast) bin, war die Aussicht einfach hervorragend. Südlich bis Cape Point, nördlich und östlich bis weit ins Land, westlich ging der Blick nach Robben Island. Als ich zwei Tage vorher angekommen war, sah dies noch ein wenig anders aus und der Table Mountain hüllte sich in Wolken, einen Tag später im Smog.

Und dann hatten wir es uns auch verdient, dass wir in der Bergstation einen kleinen Imbiss zu uns nehmen.

Wednesday, February 22, 2006

Lovly Cape Town

Cape Town wie es ist. Lebendig, hektig und einfach mal wieder unendlich warm. So ist es halt, wenn man tief in den Süden fährt.

Gleich am zweiten Tag stand eine Stadttour an und es wahr doch erstaunlich, wie wenig sich in fünf Jahren verändert hat. Sofort erkannte ich wieder unser altes Hotel in der Buitengracht, Marco´s African Place - eines der besten traditionellen Restaurants in Cape Town -, V&A Waterfront und die Long Street. Wer das alte Cape Town sehen will, geht am besten in die Long Street. Die zahlreichen Cafe, Bars und Backpackers sind alle noch in den alten kolonialen Gebäuden untergebracht und wie man in Windhoek und Swakopmund in die frühen zwanziger Jahre des Golden Age in Deutschland zurückversetzt wird, so wird man sich hier im viktorianischen Zeitalter wiederfinden. Zwar sind die Farben nicht mehr ganz orginal, aber man erahnt, wie Cape Town früher mal ausgesehen hat. Leider ist man jetzt auch langsam dabei, diesen tradtionellen Baustil einzureisen und durch neuere Einheitsbauten zu ersetzen. Ob damit wirklich die Kriminalität bekämpft werden kann?

Und dann die gute Waterfront. Hier bekommt man eigentlich alles, was der Mensch so im Alltag braucht und so wird Waterfront nicht nur für Touristen zum Anziehungspunkt, sondern ist auch für jeden in Cape Town lebenden zur Versorgung mit den notwendigen Dingen unerläßlich geworden. Angefangen natürlich beim Geld (wobei das Bankkonto trotzdem noch gedeckt sein muss) über Kleidung bis zum ganz normalen Haushaltsbedarf findet sich hier wirklich alles. Und noch nicht einmal wirklich teuer. Wer meine Leidenschaft für Bücher kennt, wird sich sicher denken können, dass dies einer der Anziehungspunkte gewesen sein wird, aber dies hatte ich schon vor fünf Jahren getestet und in Waterfront gibt es einen wirklich gut sortierten Buchladen, der vor allem zu afrikanischen Geschichte und Politik zu empfehlen ist.

Übrigens fiel mir da noch die Servicegesellschaft auf, die sich hier in einer in Deutschland kaum vorstellbaren Güte zeigt. Ich war kurz in Shoprite, weil ich nicht nur von Luft und Liebe leben kann. Die Bananen auf die Waage gelegt wußte ich doch überhaupt nicht, wie ich diese bedienen sollte und ehe ich mich versah, streckte ein freundlicher gutaussehender junger Mann seine zarten Finger aus, drückte die richtigen Tasten und half mir weiter. Als ich nach einer Wassermelone fragte und diese nicht in der Auslage zu finden war, ging er schnurstracks in Lager und wollte sie für mich holen, allerdings hatten sie wirklich keine mehr vorrätig. Und wenn man an der Kasse bezahlt, langen sofort nach der Kassiererin Hände zu, um die Sachen in tragefähige Pakete zu verpacken und einem im Zweifel auch noch bis ins Auto zu bringen. So etwas wünsche ich mir doch auch in Deutschland und da macht das Einkaufen wirklich Spaß.

Ein bisschen hab ich mich allerdings doch wieder gefühlt, als wäre ich in Ghana. Da wollten wir doch glatt zum Essen fahren - und die Stadt war plötzlich dunkel. Stromausfall in der ganzen Stadt. Was ich schon aus Accra und Kumasi kannte, bloß das die Ghanesen aufgrund der ständig auftretenden Stromausfälle besser vorbereitet sind und recht schnell ein Generator zu rattern beginnt. Darauf sind die CapeTowniens noch nicht so vorbereitet und sie hoffen, dass sie die Probleme der Stromversorgung auch relativ schnell wieder in den Griff bekommen.

Monday, February 20, 2006

24 Stunden ... Swakop nach Cape Town

Nach vier Tagen hieß es dann von Swakopmund Abschied nehmen und quasi zur vorletzten Etappe dieser Reise aufzubrechen. 24 Stunden war die Bustour geplant, von Swakopmund nach Windhoek und dann gleich weiter nach Cape Town. Obwohl die Strecke ziemlich lang erscheint, so ist sie es doch nicht. Zwei Dinge verkürzen die Reisedauer ungemein: einerseits lernt man(n) ganz nette Leute kennen, da die Bustour bevorzugt von jungen Leuten unternommen wird und zweitens erlebt man die Landschaft niemals aus der Luft in der atemberaubenden Schönheit.

Wer beispielsweise noch nie einen Termitenhügel gesehen hat, wird dies auf der Strecke von Swakopmund vor Okahandja zur Genüge tun können. Einfach zum Fenster hinausschauen und wenn man einen verpaßt hat, kommt der nächste relativ schnell. Fährt man dann südlich aus Windhoek nach Cape Town heraus, so wird es zwar recht schnell dunkel, aber zumindest Anfangs kann man noch erahnen, wie die Steppenlandschaft einen einfangen kann.

Irgendwann gegen 3.00 Uhr in der Nacht wird man dann für die Passkontrolle gewechselt. Obwohl beides SADC-Staaten haben Namibia und Südafrika noch getrennte Grenzposten, so dass die Stewardess für die südafrikanische Paßkontrolle schon sagt: „Same procedere.“ Alle aussteigen, die Frage nach der Aufenthaltsdauer (immer ein paar Tage zugeben) beantworten und wieder einsteigen. Incape Mainliner ist dabei um seine Passagiere übrigens ziemlich besorgt und bevor der Bus nach Rasten abfährt, zählt eine der beiden Stewardessen immer durch, ob auch alle Schäfchen anwesend sind.

Erwacht man(n) am nächsten Morgen in Südafrika so in den Highlands der Northern Cape Province. Zunächst etwas rau und unbewachsen kommt rasch wieder die bekannte Steppenlandschaft, die bereits aus Namibia bekannt ist. Und rechts und links tauchen Weingüter, Obst- und Olivenplantagen auf. Zwar hält der Bus nicht, aber sollte man mal mit dem Auto anreisen, so lohnt sich ein Stopp sicher, denn die Weine des Kaps sind ja durchaus ziemlich berühmt.

Wenn man Glück hat, zeigt sich Südafrika auch deutlich einladender. Diesmal hat es bereits in Windhoek angefangen zu regnen und dies hat sich ziemlich bis Cape Town durchgehalten. Die Berge der Highlands waren dadurch doch ziemlich Wolkenverhangen, aber unter den Wolken kann gibt es schließlich auch genug zu sehen.

Und dann geht es nach Cape Town rein. Rund um den Tafelberg - auch ein wenig wolkenverhangen - zeigt sich Cape Town. Aber dazu mehr später.

Monday, February 13, 2006

Fly Emirates und die kurze Einreise in Johannesburg

Wieder einmal stand es an, die Welt zu erobern. Diesmal wieder das südliche Afrika, quasi die Fortsetzung von 2000. Diesmal nicht mit British Airways und diesmal nicht mit Florian. Diesmal mit Emirates und diesmal allein. Dem Winter in Deutschland entfliehen und auch war es seit dem ich aus Ghana zurück bin das erste mal, dass ich über die Landesgrenzen hinaus gelangt bin - abgesehen von vier Tagen London.

Emirates ist wirklich eine phantastische Gesellschaft und wirklich international. Allerdings frage ich mich, warum nahezu alle Fluggesellschaften damit anfangen, sobald sie den europäischen Kontinent hinter sich gelassen haben, komisch zu werden. Emirates nämlich auch: bevor sie in Dubai boarden, kommt die Durchsuche auf die strikte Beachtung der Politik ein Stück Handgepäck und nicht über sieben Kilogramm. Und dann erfolgt nicht mal eine Probe und der Flieger war sowieso nur halb ausgebucht. Also eigentlich eine Durchsage für die Katze.

Dubai International ist da auch eine nette Sache. Kleiner als immer behauptet mit einem langen Terminal. Der Flughafen scheint zumindest Nachts nicht zu schlafen, den während man in Deutschland und anderswo gewohnt ist, dass ab einer gewissen Zeit es ruhiger zugeht, ist dies in Dubai nicht der Fall, jedenfalls nicht zwischen 23 Uhr und 4 Uhr. Und überall sieht man Leute, die man sich in Dubai genau vorstellt: Kleider, keine Anzüge und dies mit einem Stolz vor sich hergetragen. Und auf einmal kommt doch tatsächlich Unruhe in das ganze Gewirr von Menschen ... da schwirrt eine Lufthansa-Crew ein, die wie keine andere Crew sonst Wind verbreitet und zeigt: hier sind wir und wir sind wer.

Und dann Johannesburg. Wieder wurde ich gezwungen, für eine kurze Zeit in ein Land einzureisen, diesmal zwar nicht zum ersten Mal und auch werde ich dort auch nochmal eine längere Zeit in kürze verbringen. Aber es sorgt doch ein wenig Aufregung. Lange Schlangen vor der Immigration und die Gefahr, dass der Anschluß weg ist. Guter Rat ist Teuer oder auch nicht, denn mit einer Frage komme ich beim Counter „Diplomatics“ doch glatt durch. Kann ich mich jetzt als Diplomat fühlen und mein angeborenes Feingefühl hervorstreichen?

Übrigens: wenn man Johannesburg anfliegt, sollte man einen Blick aus dem Fenster riskieren und man merkt relativ schnell wo Soweto und wo die besseren Viertel der Wirtschaftsmetropole Südafrikas zu finden ist. Sieht man also eher auf lehmbraune Wege und Straßen so kann man getrost annehmen, dass man Soweto von oben sieht. In der ferne ragen dann die Geschäftshochhäuser hervor und kann sieht die schön getünchten Häuser der upper class.

Und plötzlich war wieder alles, wie bereits vor fünf Jahren. Ich warte in der Tiefgarage von Johannesburg International, SAA nach Windhoek wird am selben Gate abgefertigt, daneben SAA nach Harare. Und dann kommt wieder BA dran und wieder mit em Bus zum Flieger und wieder nur halbvoll der Flieger. Wie sich die Zustände doch gleichen, bloss gabs diesmal keine Probleme.

Allerdings wollte ich noch den Vouyer einlösen. In Johannesburg beim BA Counter gefragt werde ich auf Windhoeks Comair-Counter verwiesen. Gesagt, gefragt - aber leider besteht keine Comair-Verbindung von Windhoek nach Cape Town (erst in einigen Monaten) und über Johannesburg wäre dann doch ein bisschen viel. Also doch eine Busfahrt, wird werden sehen.

Und dann genieße ich einen wunderschönen Ausblick auf die Kalahari, das Einschweben in Windhoeks Hosea Kutaki und die Fahrt mit dem Shuttle durch eine atemberaubende Landschaft zwischen Flughafen und Windhoek. Übrigens: Der Münchener Flughafen ist doch nicht der einzigste, der nur aus der Luft erreichbar ist und die Verbindung zu seiner Stadt verloren hat. Auf Windhoek Hosea Kutuaki trifft dies noch viel mehr zu. Und man fragt sich doch glatt, warum dieses schöne Nest gleich zwei Flughäfen braucht.

Slidshow zu den Reisebildern

Friday, November 17, 2000

Reisestart mit Hindernissen

Der IFLRY-Jahreskongress stand an und da JuLis wissen, wie sie die Welt sehen ging es diesmal nach Cape Town. Ich aber war urlaubsreif und deshalb sollte es vorher zur Entspannung nach Namibia gehen. Florian wollte mit oder wollte nicht mit, nach längerem Reifungsprozess entschloss er sich dann doch mal Namibia auszuprobieren.

Da ich zuvor noch ein Seminar in Gummersbach machen durfte, ging es für mich von Düsseldorf über London, während Florian von München über Zürich flog. In Johannesburg sahen wir uns dann wieder, er saß schon beim Kaffeeschlürfen, war ja auch schon eine Stunde vor mir in Johannesburg gelandet. Bis auf die kleinen Windboen beim Landesanflug ging bis dahin noch alles glatt. Florian war schon gestartet in Richtung Windhoek und ich sollte eine Stunde später nachkommen. Die Boeing 727-100 von Comair startete natürlich auch, bloss kam sie in Windhoek nicht an. Denn nachdem die Stewardessen - es war kein einziger Steward auf diesem Flug - gerade mit dem ersten Service durch waren, strömten sie zusammen, blickten in ihre Notfallkarten ... und machten die Durchsage: "Wegen eines Brands im Triebwerk müssen wir leider nach Johannesburg zurückkehren." Schnell mal die Notlandeposition geübt, die wichtigsten Sachen wie Reisepass und Kreditkarte aus der Tasche genommen und schon waren wir wieder in Johannesburg - abseits des Terminals. Das kleine Feuerschen war zwar schon wieder gelöscht, aber die Feuerwehr empfing uns trotzdem. Die ganze Aufregung war also umsonst - aber wie komme ich nun nach Windhoek, da wartet ja jemand auf mich ...
Erstmals durfte ich in der netten Lounge von British Airways Platz nehmen und das selbe Problem tat sich auch bei anderen Passagieren auf. Eine Familie mit zwei kleinen Kindern hing schon seit zwei Tagen in Johannesburg, tolle Aussichten. Erstmal mit Florian telephoniert, der
schon in Windhoek wartete, aber sagen konnte ich noch nichts. Er sollte schonmal den Wagen holen ... ich meld mich wieder.
Und dann gab es noch ein anderes Problem, meine liebe Mom. Wenn die erfährt, dass in Südafrika ein Flugzeug notgelandet ist, kriegt sie die Panik. Wenn ich mit ihre telephoniere, werd ich arm - der Ausweg war dann doch mein Bruder, der schnell eine SMS mit den wichtigsten Informationen bekam: "Torsten ist notgelandet, alles heil geblieben."

British Airways war dann so frei und hat mir einen Flug mit Air Namibia spendiert. Kleine süsse Maschine und ich nahm auch noch eine österreichische Mutter mit ihrer Tochter mit. Sprachen kein Wort Englisch und haben mich gebeten, ihnen in Windhoek zu helfen.
Florian informiert, er soll nach Eros kommen und wann ich Lande und schonmal das Gaspedal klarmachen, damit wir schnell starten können. Und schon gings los, ne kleine süsse Maschine, neben mir ein Mitarbeiter von namibianischen oder südafrikanischen Wasserministerium, der
mich rasch mal über die aktuelle Lage informiert hat und schon gabs was zu essen. Der Kaffee viel aus: "Ladies and Gentlemen, we have a problem ... with the coffeemaker." Nach den ersten Worten dachte ich eigentlich schon, so ein Triebswerksbrand wird doch nicht zweimal am Tag vorkommen ...

In Windhoek waren die Formalitäten schnell erledigt. Von 2B war ich der Erste, der aus der Maschine raus kam, schnell durch den Zoll und die Grenzkontrolle durch, Florian wartete schon und ab gings Richtung Süden.
Stopp, da war doch noch was ... stimmt, die beiden Österreicherinnen. Die hatte ich doch glatt vergessen, so beschäftigt wie ich wiedermal war. Na gut dass in Namibia auch Deutsch gesprochen wird ... das beruhigte mein schlechtes Gewissen ein wenig.