Wieder einmal stand es an, die Welt zu erobern. Diesmal wieder das südliche Afrika, quasi die Fortsetzung von 2000. Diesmal nicht mit British Airways und diesmal nicht mit Florian. Diesmal mit Emirates und diesmal allein. Dem Winter in Deutschland entfliehen und auch war es seit dem ich aus Ghana zurück bin das erste mal, dass ich über die Landesgrenzen hinaus gelangt bin - abgesehen von vier Tagen London.
Emirates ist wirklich eine phantastische Gesellschaft und wirklich international. Allerdings frage ich mich, warum nahezu alle Fluggesellschaften damit anfangen, sobald sie den europäischen Kontinent hinter sich gelassen haben, komisch zu werden. Emirates nämlich auch: bevor sie in Dubai boarden, kommt die Durchsuche auf die strikte Beachtung der Politik ein Stück Handgepäck und nicht über sieben Kilogramm. Und dann erfolgt nicht mal eine Probe und der Flieger war sowieso nur halb ausgebucht. Also eigentlich eine Durchsage für die Katze.
Dubai International ist da auch eine nette Sache. Kleiner als immer behauptet mit einem langen Terminal. Der Flughafen scheint zumindest Nachts nicht zu schlafen, den während man in Deutschland und anderswo gewohnt ist, dass ab einer gewissen Zeit es ruhiger zugeht, ist dies in Dubai nicht der Fall, jedenfalls nicht zwischen 23 Uhr und 4 Uhr. Und überall sieht man Leute, die man sich in Dubai genau vorstellt: Kleider, keine Anzüge und dies mit einem Stolz vor sich hergetragen. Und auf einmal kommt doch tatsächlich Unruhe in das ganze Gewirr von Menschen ... da schwirrt eine Lufthansa-Crew ein, die wie keine andere Crew sonst Wind verbreitet und zeigt: hier sind wir und wir sind wer.
Und dann Johannesburg. Wieder wurde ich gezwungen, für eine kurze Zeit in ein Land einzureisen, diesmal zwar nicht zum ersten Mal und auch werde ich dort auch nochmal eine längere Zeit in kürze verbringen. Aber es sorgt doch ein wenig Aufregung. Lange Schlangen vor der Immigration und die Gefahr, dass der Anschluß weg ist. Guter Rat ist Teuer oder auch nicht, denn mit einer Frage komme ich beim Counter „Diplomatics“ doch glatt durch. Kann ich mich jetzt als Diplomat fühlen und mein angeborenes Feingefühl hervorstreichen?
Übrigens: wenn man Johannesburg anfliegt, sollte man einen Blick aus dem Fenster riskieren und man merkt relativ schnell wo Soweto und wo die besseren Viertel der Wirtschaftsmetropole Südafrikas zu finden ist. Sieht man also eher auf lehmbraune Wege und Straßen so kann man getrost annehmen, dass man Soweto von oben sieht. In der ferne ragen dann die Geschäftshochhäuser hervor und kann sieht die schön getünchten Häuser der upper class.
Und plötzlich war wieder alles, wie bereits vor fünf Jahren. Ich warte in der Tiefgarage von Johannesburg International, SAA nach Windhoek wird am selben Gate abgefertigt, daneben SAA nach Harare. Und dann kommt wieder BA dran und wieder mit em Bus zum Flieger und wieder nur halbvoll der Flieger. Wie sich die Zustände doch gleichen, bloss gabs diesmal keine Probleme.
Allerdings wollte ich noch den Vouyer einlösen. In Johannesburg beim BA Counter gefragt werde ich auf Windhoeks Comair-Counter verwiesen. Gesagt, gefragt - aber leider besteht keine Comair-Verbindung von Windhoek nach Cape Town (erst in einigen Monaten) und über Johannesburg wäre dann doch ein bisschen viel. Also doch eine Busfahrt, wird werden sehen.
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