
Und schon sind wir am Ende dieses zwei wöchigen Trips angelangt. Nicht ganz, den der Montag ist ja schließlich noch für Dubai - oder „do buy“ - reserviert. Also Sachen gepackt (irgendwie sind es doch mehr als ich mitgenommen habe), zum Flughafen gefahren, eingecheckt und den Service der freundlichen Stewards und Stewardessen von South African Airways und Emirates genossen. Als ich in Cape Town zum Flughafen gefahren bin, hab ich mich das erste Mal gefragt, warum ich eigentlich überhaupt wieder fliege!!!
Nun sagte mir die freundliche Dame vom Check In in Cape Town, ich hätte 10 Kilogramm zu viel Gepäck. Zwar nicht so genau, aber so ungefähr habe ich dies schon gewußt ... war ja auch hinzu schon zu viel. Da war dann also wieder der süsseste Dackelblick fällig, den ich aufsetzen konnte und die Frage: „Können wir da was machen?“ Können wir natürlich, die Miles&More-Karte von Lufthansa und die Skyward-Karte von Emirates zeigen doch hier ihre Wirkung und bekannt nur ausnahmesweise die spezielle Erlaubnis, 10 Kilogramm mehr Gepäck einzuchecken als erlaubt. Danke, South African!!!
Irgendwie macht fliegen mit South African richtig Spaß. Der Sitznachbar reist einen Witz nach dem anderen, die Crew hat immer ein Lächeln auf den Lippen und kommt damit jeder anderen Crew auf dieser Welt deutlich zuvor (so natürlich) und was zu trinken gibt es auch noch. Irgendwie schien ich habe von den vorherigen Nächten ziemlich geschafft zu sein und schlief rasch ein. Allerdings einen netten Plausch mit dem freundlichen wie gutaussehenden Nachbarn (der etwas vorlaute saß noch einen Sitz weiter) kam doch noch zu Stande. Wir hätten sollen die Nummern tauschen ...
In Johannesburg angekommen merkt man dann, wo die Prioritäten liegen. Das Domestic Terminal war richtig groß und modern. Das International Termin dafür ziemlich klein und eng. Aber ich spürte zum letzten Mal „That´s Africa!“. Diesmal war Emirates aber ausgebucht und ich habe durchgeschlafen. Zu müde für irgendwas anderes.
5 Uhr waren wir dann in Dubai gelandet. Nun wird sich jeder Fragen: Was macht man um 5 Uhr in der Früh in Dubai. Ich auch! Aber erst mal mußte ich die Formalitäten hinter mich bringen: Einreise, Zoll und so weiter. Während mein sonstiges Gepäck tief in den Katakomben von Dubai International auf meine Nachmittagsmaschine schlummerte, mussten Trumb und Computer irgendwie untergebracht werden. Zunächst Geld gezapft, aber keines kam und ich war dann doch ganz froh, in Deutschland vor dem Abflug nochmal ein paar bare Euros gezapft zu haben, denn die Creditkartenfirma schien irgendwie das Limit ohne mein Wissen reduziert zu haben (nachdem ich mich beschwert hatte, war die Sache dann auch geklärt und so bin ich für sämtlichen nächsten Trips um die Welt gut gerüstet).
Als ich den normalen Bus nahm, staunten die Berufstätigen dann irgendwie wohl nicht schlecht. Normalerweise sind sie wohl gewohnt, eher weniger mir irgendwelchen Europäern früh morgens (oder auch generell) im Bus zu sitzen. Allerdings find ich es ganz spannend, nicht als normaler Tourist durch die Gegend zu gondeln, sondern doch ganz schön wie die Einheimischen auch. Und wo wollte ich nun eigentlich hin, denn die Frage konnte ich im Vorfeld nicht wirklich beantworten - einfach mal schauen in sechs Stunden. Die freundliche Pakistani am Flughafen half mir dann auch uns gings nach Deira. Hier ist der Gold Souq ebenso wie der Fischmarkt.
Wer nun denkt, Dubai ist der Traum aus Tausend und einer Nacht der täuscht sich ziemlich gewaltig. Dubai entspricht dann doch eher dem Klischee (im positivsten Sinne) einer arabischen Händlerstadt: überall kleine Läden, mal ein Markt dazwischen, enge Gassen und Moscheen. Als ich um 6.30 Uhr in Deira angekommen war, hat die Stadt auch noch geschlafen und das Einzigste, wo Leben herrschte, war der Fisch- und Obstmarkt. Einmal schnell drüber gelaufen und hätte ich noch Platz im Gepäck gehabt, so wäre ich doch an den Daddelständen nur schwer vorbeigekommen. Und so führte mich mein Spaziergang durc
h eine langsam erwachende Stadt, die hier ganzes Händlerleben bis 10 Uhr ausbreitet. Natürlich gibt es auch hier McDonalds (natürlich mit arabisch abgestimmtem Angebot), aber viel interessanter ist dann doch, in einer der vielen kleinen Garküchen einzukehren und die Köstlichkeiten Arabiens zu testen. Nur zu testen, denn für ein wirklich obulentes Mahl war es doch noch zu früh und dies muss deshalb auf das nächste Mal verschoben werden.
Und dann zeigte sich auch mal wieder, das Reiseführer dann doch nicht so ganz der Wahrheit entsprechen. Das Al Gurair-Center wir als Megamall angekündigt und in Wirklichkeit war sie zwar schick, würde aber in jedes Wohngebiet in Deutschland passen. Nicht groß, aber eine angenehme Auswahl an Ware. Und irgendwann brauche ich mal so einen schicken weißen luftigen Umhang, wie ihn de Duabais tragen.
Einen kleinen Zwischenfall gab es dann leider doch noch, denn als ich mein Gepäck wieder haben wollte, wollte die Dame nochmals Geld sehen. Ein kleiner Disput half die Sache rasch zu klären, da hatte wohl am Morgen jemand anderes nicht ganz richtig aufgepaßt.
Übrigens: Das Dubai ziemlich fortschrittlich ist, zeigte sich mir wieder einmal bei der Ausreise. Etwas erstaunt schaute ich, als ein paar Leute wie durch eine Schranke gingen und einfach eine Magnetkarte hinhielten - und so schnell die Grenzkontrolle hinter sich ließen. Meine natürliche Neugierde musste in diesem Moment befriedigt werden und „meine“ Grenzbeamtin musste mir also die Frage beantworten, was da vor sich ging. Tat sich natürlich gerne. Reist jemand öfter in Dubai ein, kann er sich eine Karte ausstellen lassen, wo die Visadaten gespeichert sind und so rasch und einfach die Grenzkontrolle passieren. Ob dies auch mal in Deutschland kommt?
Und dann stand der Flieger bereit: „Mr. Matzak, you are upgradet in the Business Class.“ So macht fliegen noch mehr Spaß und geschafft wie ich war, konnte ich den Schlafsessel doch ganz gut gebrauchen.
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