Und dann hieß es quasi schon wieder Windhoek den Rücken zu kehren und ins Ostseestrandband Swakopmund zu fahren. Aber Stop, irgendwas stimmte dann doch nicht, Swakopmund liegt schließlich in Namibia und am Atlantic und hat mit der Ostsee ungefähr soviel zu tun wie San Francisco. Intercape Mainliner fuhr also überpünktlich los. Am Rande der Strecke konnte man Kututura erkennen, das Township Windhoeks quasi, von dem vor allem als Ort der Gewalt berichtet wird. Auch wenn die Strecke nicht durch Kututura führt, so kann man doch am Straßenrand einen ungefähren Eindruck gewinnen. Und die Bewohner strömen geradewegs ihrer Arbeit in der Innenstadt entgegen.
Da kommt dann auch der Gedanke auf, dass eines Windhoek fehlt: eine ÖPNV-System. Das wäre beispielsweise was, welches sich durchaus lohnen würde. Nun sind die meisten Namibianer zwar relativ laufunlustig - „Sie wollen in die Stadt laufen? Das ist doch ziemlich weit.“ 15 Minuten waren es dann. -, aber sicher wäre es doch ganz sinnvoll.
Die Fahrt mit dem Bus lohnt sich aber dafür wirklich. Zwar wurde ich vergangene Woche noch etwas entgeistert angeschaut, dass ich nicht Business Class fliege, sondern mit dem Bus nach Cape Town fahre, aber dafür genieße ich die Landschaft unterwegs - immer diese verwöhnten Luxusgören. Aber nur so erlebt man die Landschaft doch wirklich und bekommt ein Gefühl für die Schönheit dieses Landes mit seiner bunten Vielfalt. Vorbei an den Steppenlandschaften des Hochlandes taucht man irgendwann nach zwei Stunden ein in die Schönheit einer Wüste. Diesmal zwar keine Sand-, sondern eine Geröllwüste. Aber auch diese hat aufgrund ihrer Kargheit ihren Reiz.
Da fallen übrigens im ganzen Land die zahlreichen Flußbetten ohne Flüsse auf. Bereits wenn man vom Flughafen nachWindhoek reinfährt, kommt man am ausgetrockneten Bismarck vorbei. Allerdings stellt sich durchaus die Frage, ob in einige Flußbetten jemals irgendein Bächlein geflossen ist und man nimmt es einfach mal an.
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